Start Farben und Fellzeichnungen

Die "klassische" Fellzeichnung: brown (black) spotted tabby
Bei den Zeichnungen (tabby) gibt es zwei Grundmuster: spotted (getupft) und marbled (marmoriert). Spotted kommt in verschiedenen Ausprägungen vor, mit einfarbigen Tupfen - was spotted ja eigentlich bedeutet -
oder mit zweifarbigen Tupfen (Rosetten), was auch gerne als rosetted bezeichnet wird. Die richtige Bezeichnung für eine "getupfte bzw. rosettierte" Bengal ist allerdings:
brown (black) spotted tabby.
Eine Streifenzeichnung wie bei der getigerten Hauskatze ist nicht erwünscht. Vertikale Streifen v.a. im Schulterbereich kommen leider sehr häufig vor. Eine Bengal komplett ohne Streifen (sog. "rip bars") ist deshalb als besonders hochwertig anzusehen.  Für uns ist dies auch ein wichtiges Kriterium bei der Auswahl unserer Zuchttiere!
Die Grundfarbe und die Farbe des Musters (Pattern) sollen sich deutlich unterscheiden, der Kontrast so hoch wie möglich sein.
Diese Katzen haben dunkle Tupfen auf einem helleren Untergrund (Leopardenzeichnung), wobei die Farbvielfalt des Untergrundes von hellen Sandtönen bis hin zu rotbraun reicht. Die Tupfen können mittelbraun bis schwarz sein, dabei sollte der Kontrast so deutlich wie  möglich sein.

Rosetten sind ein Teilkreis von Tupfen bzw. eine Umrandung um einen deutlich rötlicheren Mittelpunkt.
Eine schöne brown rosetted Bengal sollte also drei Farbtöne haben: bestenfalls ein butterfarbener Untergrund (Background) und eine möglichst dunkle, geschlossene Umrandung. Ein warmer Braunton im Inneren schließt eine perfekte Rosette ab. Das sog. "Ticking" ist bei der Bengal nicht erwünscht. Unter Ticking versteht man die Bänderung jedes einzelnen Haares durch bis zu 12 dunklere Ringe auf hellerem Körperfell (d.h. das einzelne Haar ist nicht einfarbig). Geticktes Fell ergibt keinen guten Kontrast!

Der Bauch soll getupft sein und eine deutliche Mascara (Gesichtszeichnung) ist erwünscht. D.h., Augen, Lippen und Nase sind schwarz umrandet. Hellere Brillenränder befinden sich um die Augen und der Nasenspiegel ist ziegelrot.

Ein Highlight der Bengal ist der sog. "golden Glitter". Diese goldenen Pigmente am Ende der Fellspitze lassen die Katze so aussehen als sei sie mit Goldstaub bepudert. Ihr Fell glänzt und glitzert und im Sonnenlicht scheint es, als wäre es mit Goldglitterspray besprüht. 

Das Fell der Bengal sollte kurz und seidenweich sein, Fußballen und Schwanzspitze müssen schwarz sein.


brown (black) spotted tabby


unsere eigene Nachzucht Kind of Magic auf einer brown spotted Kuscheldecke :-)

Marbled (marmoriert)


unsere eigene Nachzucht Amira

Diese Fellzeichnung erinnert deutlich an eine Marmorierung, wobei die Katze ozelotähnlich wirkt. Die seitlich-mittige Zeichnung soll so wenig wie möglich Ähnlichkeit mit dem sog. „bull´s eye“ (Ochsenauge) haben. Das Muster soll stattdessen zufällig sein und den Eindruck einer Marmorierung vermitteln. Der Verlauf davon vorzugsweise horizontal. Vertikale Tigerstreifen sind ebenfalls wie bei der spotted unerwünscht.

Die große Mittel-Rosette sollte oval bis fast ein langgestrecktes Dreieck bilden das sich diagnol Richtung Hinterteil verbreitert. Es sollten drei Farbabstufungen zu sehen sein mit möglichst klaren Linien. Ein hohes Qualitätsmerkmal wie auch bei den spotted oder rosetted ist eine creme-weiße Grundfarbe als Kontrast am Bauch, Kinn, Brust und Innenseite der Beine. Außerdem sollte der Bauch getupft sein.
Leider gibt es heute kaum noch marbeld Bengalen mit schöner Marmorierng und deutlichem Pattern. Die meisten Marbelds sind inzwischen fast ausschließlich schwarz mit kaum oder sehr weniger Marmorierung. Hier spricht man von einer sog. "sheeted marbeld". Ich finde eine Marbeld sehr faszinierend, meistens glänzen die sheeted marbelds wie die Speckschwarten und sind zudem oft sehr typvoll.

Snowbengalen

Die "Schneeleoparden" haben es uns persönlich besonders angetan. In natura noch viel viel schöner als auf den Fotos begeistern sie unsere Besucher oft erst, wenn sie die weißen Perlen das erste Mal live gesehen haben. Eine Snow zusammen neben einer braunen Bengal ist der Hingucker schlechthin! Das absolute persönliche Highlight für mich ist eine geglitterte Snowbengal die in der Sonne glitzert so edel und anmutig wie ein Juwel awwww ....

Snows sollten einen möglichst weißen bis die perlmutfarbenen Felluntergrund und entsprechend kontrastreiches Pattern haben.  Ihre Augen sind stahlblau, aquamarin, türkis aber bei den dunkleren Varianten auch grün. Auch bei den Snows gibt es die beiden Muster spotted (getupft) oder marbled (marmoriert). 

Man unterscheidet drei Varianten: seal lynx (immer blaue Augen), mink (meist auqamarinfarbene Augen) und sepia (meist grüne Augen). Die endgültige Farbentwicklung einer Snow kann bis zu zwei Jahren dauern!
Lynx werden fast weiß geboren.

seal lynx spotted tabby


unser Mojito vom Kranichsberg (ehemaliger Zuchtkater)

seal mink spotted tabby


unsere Nachzucht One In A Million (siehe auch unter Katzen (Queens)

seal sepia spotted tabby

 


unsere Nachzucht Iced Sugar (adulte Sepia)

die Entwicklung von Iced Sugar kann man hier gut mitverfolgen:
https://www.facebook.com/susanne.sperlich1/media_set?set=a.1190014747752155.100002309235821&type=3

mink versus lynx


li. unsere Leia vom Kranichsberg (mink) und re. Sugar Shake (lynx)

v.l.n.r.: mink, sepia, mink Kitten


Charcoal Bengals

alles über charcoal oder solid findet ihr ganz toll beschrieben hier, dem brauche ich nichts hinzuzufügen: http://www.charcoalbengalcats.info/


unsere brown (charcoal) spotted tabby Kiabindhi Magic Shadow (ehemalige Zuchtkatze)

Silber Bengalen

Wir haben uns aus mehreren Gründen gegen die Zucht von Bengalen in silber entschieden. Eine gute Silberne wird meist nur erreicht, wenn silber mit silber verpaart wird (das Silbergen ist dominant). Leider sind viele Silberlinien sehr HCM belastet. Es werden oft silberne Bengalen mit braunen Elternteilen gekreuzt, hierbei entsteht  meist in der Fellfarbe der silbernen Nachkommen ein sogenanntes "tarnish" was bedeutet, daß das Silber nicht klar ist. Die Katze wird durch den Rufismusanteil (Rotton) immer etwas "schimmelig" aussehen. Fazit: Wer eine gute Bengal in silber sucht, sollte sich an einen seriösen Züchter wenden der sich auf die Silberzucht spezialisiert hat.

 

 

 

Aktualisiert (Donnerstag, den 16. November 2017 um 09:41 Uhr)