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Ich möchte hiermit ausdrücklich darauf hinweisen, daß das folgende Kapitel aufgrund jahrelanger persönlicher Erfahrungen und Recherchen entstand. Es gibt sicherlich industrielles Tierfutter, das ausschließlich hochwertige Rohstoffe verarbeitet und auch Tiere, die mit normalen "Supermarktfutter" alt werden können, aber ich habe leider andere Erfahrungen machen müssen:

Leider machen sich nicht viele Katzenbesitzer Gedanken und Mühe um die "Raubtierfütterung".
Meist liegt dies nicht unbedingt am Willen sondern an fehlender Kenntnis.
Das Vertrauen in die Futtermittelindustrie ist vermeintlich durch den Kauf von teuerem Naß- und Trockenfutter inclusive, wägt man sich dabei in Sicherheit, schon das Beste für sein Tier getan zu haben. Wobei eben teuer nicht gleich gut ist:  

boahh, krieg ich auch was ab?
na gut, komm her!
Viele Tiere leiden heute unter ernährungsbedingten Erkrankungen. Besonders Allergien und Stoffwechselerkrankungen nehmen stark zu. Nachdem meine ersten beiden Hauskatzen an Nierenversagen viel zu früh verstorben sind (sie verlangten beide ausschließlich nach Trockenfutter) und mein erster Hund keines der handelsüblichen Fertigfuttersorten vertrug, habe ich recherchiert...

Im Fertigfutter findet man oft Zusatzstoffe für die Konservierung und künstliche Farb-, Lock und Geschmackstoffe, oftmals sogar Zucker - damit die Katzen es auch gerne fressen. Lesen Sie mal unter  "Zusammensetzung" auf den Dosen nach!
Schauen wir z.B. auf ein "Dosenfutter "mit Huhn". Unter den Inhaltsstoffen finden wir "mindestens 4% Huhn"  aha, beachtliche 4% und die anderen 96%?????
Sogenannte "tierische und pflanzliche Nebenprodukte" lassen einiges vermuten. Meine Recherchen ergaben, daß es sich hierbei um minderwertige Schlachtabfälle handelt, ja es wurde sogar Klärschlamm in den Analysen gefunden! Hier ein Link selbst zu den "4%": http://baba249.wordpress.com/2012/11/13/die-4-luge/

Es wissen auch die wenigsten Verbraucher das eben genau für unsere Lieblinge von sehr namhaften, Ihnen sicherlich bekannten Futtermittelherstellern, brutalste Tierversuche mit unseren Lieblingen gemacht werden.
Wer tapfer ist schaut mal nach unter
http://www.peta.de/web/iams_und.1598.html

Aufgrund dieser ernüchternden Recherchen habe ich den Entschluß gefaßt, die Fütterung meiner Tiere selbst in die Hand zu nehmen.

Schauen wir zunächst einmal auf die Bedürfnisse unserer "Tiger":

 

ERNÄHRUNGSGRUNDLAGEN

Die Katze als Beutetierfänger
Um unsere Katzen gesund zu ernähren ist es wichtig ein Minimum an Kenntnissen über die ernährungsphysiologischen Grundlagen der Katzenernährung zu haben. Nur so ist es möglich, auf die arteigenen Besonderheiten der Katze - als Beutetierfänger - einzugehen.

Unsere heutigen Hauskatzen stammen, egal welcher Rasse sie auch angehören, von den afrikanischen Vertretern der Wildkatze ab. Eine spätere Einkreuzung der Europäischen Wildkatze wird jedoch nicht vollständig ausgeschlossen. Funde aus der Geschichte ließen bisher vermuten, daß die Katze etwa 3500 bis 6000 vor Chr. sich dem Menschen anschloß. Im Gegensatz zum Hund handelt es sich bei der Haustierwerdung der Katze aber aller Wahrscheinlichkeit nach mehr oder weniger um eine Selbstdomestizierung der Katze. Diese schloß sich dem seßhaften Menschen aus freien Stücken an, fand sie doch in seiner Nähe ausreichend Nahrung. Aufgrund der Lagerhaltung von Getreide und anderen Lebensmitteln tummelten sich hier Mäuse und andere Kleintiere in ausreichender Zahl. Der Mensch war dankbar um den Schädlingsbekämpfer und so kam es, daß die Maus mit der Zeit zum Hauptnahrungsmittel für den vierbeinigen Jäger wurde.

Die wilden Vorfahren unserer Hauskatzen ernähren sich hauptsächlich von kleinen Nagetieren wie Mäuse. Daneben fressen sie aber auch andere kleine Säugetiere, Vögel, Insekten und sogar Spinnen.

In Anpassung an die Ernährung von Beutetieren haben sich bei der Katze einige physiologische Besonderheiten entwickelt, welche es auch bei der Fütterung unserer heutigen Hauskatzen zu beachten gilt:

Katzen
- benötigen maximal 2% Kohlenhydrate in der Ration
- haben einen erhöhten Proteinbedarf
- brauchen essentiell eine Zufuhr von Arginin, Taurin, Arachidonsäure, Linolsäure, Vitamin A und Niacin über die
Nahrung, da ihr Organismus diese Stoffe nicht oder nur in unzureichendem Maß selbst synthetisiert
- nehmen den Großteil ihres Wasserbedarfes über die Nahrung auf, zu wenig Flüssigkeit in der Nahrung wird nicht oder
nur unzureichend durch zusätzliche Wasseraufnahme kompensiert
- tolerieren, ja bevorzugen einen hohen Fettanteil in der Ration, wobei tierische Fette den pflanzlichen Fetten
vorgezogen werden.

Zusammenfassend sei an dieser Stelle gesagt: Die Katze ist ein Fett liebender Karnivore (Fleischfresser), der den Hauptanteil seines Wasserbedarfes über die Nahrung deckt.
Quelle Ernährungsgrundlagen: Du barfst-Magazin 3/07, Autor Peter Alm, ausführliche Information hierzu unter
http://dubarfst.eu

Was bedeutet dies in Praxis?

BARF (BiologischArtgerechteRohFütterung)

Barfen ist meines Erachtens nach die natürlichste und gesündeste Ernährung die wir unseren Katzen anbieten können. Es empfiehlt sich sehr sich darüber zu informieren - die Informationen werden überzeugen, so kompliziert ist es nicht wie es anfangs erscheint, wirklich!!! Es ist nicht leicht eine "Trocken- und Dosenfutter-Katze" umzustellen, aber mit der eigenen 100%igen Überzeugung gelingt es m.E. wirklich bei JEDER Katze!
Viele weitere Informationen gibt es ausreichend unter "BARFEN" im Internet oder unter meinen "Links".

Gute Tipps u.a. für die Umstellung finden Sie auch unter http://www.savannahcat.de/katzenernaehrung.html

 

Fazit - die Ernährung unserer Katzen

Unsere Katzen bekommen neben rohem gewolftem Huhn, ganzen Hühnerhälse und Hühnerherzen, Rindfleisch und ab und an der Jagd sei Dank auch mal etwas Wild. Der Kostenfaktor hierfür ist nicht viel anders als zum "guten" Dosen- oder Trockenfutter aus dem Handel. Trauen Sie sich "es" auszuprobieren. Checken Sie Ihre Möglichkeiten aus der Region. Wer ländlich wohnt hat oft mehr Quellen als geahnt. Fragen Sie bei Ihrem regionalen Metzger nach was er für Ihre Lieblinge  zu bieten hat. Sie werden feststellen, Ihre Katze ist zufriedener und länger richtig satt und die Ausscheidungen auf der Katzentoilette minimieren sich deutlich.
Zusätzlich gibt es täglich abends als "Dessert" Eintagsküken (http://k9bochum.de/heidistiershop/index.php?cPath=137_219
) wofür meine Miezen inzwischen töten würden …. 
Zu Beginn ist dies für den Einsteiger etwas gewöhnungsbedürftig, aber Sie müßten mal sehen, wie sich unsere Bengalen knurrend mit ihrer Beute beschäftigen und diese dann genüßlich verzehren! Nie habe ich solch ein natürliches Freßverhalten bei der Aufnahme von Trocken- oder Dosenfutter erlebt. Wer jetzt angewidert die Nase rümpft und Unverständnis zeigt, der sollte sich überlegen, sich vielleicht doch lieber ein Meerschweinchen anzuschaffen!  Sie wollen nicht wirklich wissen was alles im Trockenfutter enthalten ist!Wenn Sie erst wüßten was im Dosenfutter "bequemen" enthalten ist. Übrigens riecht ein Küken absolut neutral im Vergleich zum Trocken- und Dosenfutter...     

schon die Kleinen kriegen es von Mama gezeigt was wirklich gut ist...

Neben der Rohfütterung gibt es trotzdem auch bei uns ausgesuchtes getreidefreies Naßfutter von catz finefood, Grau und Herrmanns (
www.zooplus.de). Unsere Katzen und Kitten erhalten bewußt KEIN Trockenfutter, die Nieren danken es!

Ich hoffe, hiermit einen Denkanstoß gegeben zu haben!
In unserer Cattery wird von Beginn an der Grundstein einer gesunden Katzenernährung gelegt.
Somit werden unsere Kitten problemlos in ihrer zukünftigen Familie selbst zubereitetes Futter annehmen.
Ein Kitten aus unserem Hause bekommt eine einfache und verständliche "Gebrauchsanleitung" mit, quasi einen Ernährungsplan der die vielen Möglichkeiten aufzeigt, den Katzen eine gesunde und artgerechte Ernährung zu bieten. Wir verzichten bewußt auf industrielle Starterpakete die meist lediglich eine Gratistrockenfutterprobe enthalten.
Es würde uns sehr freuen wenn "unsere" Bengalen auch weiterhin in den Genuß einer gesunden und natürlicheren Fütterung kämen, die Katze dankt es Ihnen sicherlich mit ihrer langjährigen Gesundheit und Zufriedenheit! Glauben Sie, es ist nicht so umständlich und kostenspielig wie man meint!!!

Gerne stehen wir mit Rat, Tat und Tipps für die Zukunft unserer Kitten zur Seite.


Schulung der "don´ts" im Beuteschema

 

 

 

 

 

Aktualisiert (Dienstag, den 06. November 2018 um 12:36 Uhr)